Freiraum erschaffen

Stress

In der heutigen Welt sind wir vermehrt Stresssituationen ausgesetzt, mehr als wir wohl möglich bemerken und wahrhaben wollen. Stress wird verursacht durch unsere innere Einwirkung, wie das Anwenden von bestimmten Verhaltensmustern, wodurch wir uns selbst zu sehr unter Druck setzen und Stress produzieren oder durch äußere Einwirkungen. Mit Einwirkungen von außen ist die Wirkung unseres Umfeldes gemeint.

Jeder äußere Reiz löst einen Impuls in unserem Nervensystem aus, so erhalten wir von der Gesellschaft, Medien oder sonstigen beeinflussenden Faktoren einen Reiz. Das Umfeld sendet uns somit bestimmte Reize aus, worauf wir in den meisten Situationen reagieren.

Stress

Der Hauptfaktor für die Entstehung von Reizen, ist die Erwartungshaltung von limitierenden Glaubenssätzen in der Gesellschaft. Sie erwartet auf jeden Reiz den sie erzeugen, eine bestimmte Reaktion in uns. Sobald wir uns anders verhalten, entsprechen wir nicht den Anforderungen. Ein Mangel an Selbstvertrauen und Willensstärke macht uns gefügig, wir entwickeln förmlich eine Angst davor, nicht der Erwartungshaltung der Gesellschaft zu entsprechend.

Die Auswirkungen auf unsere Psyche sind verehrend und können eine hemmende Angst in uns auslösen. Erhalten wir zu viele und andauernd Reize, reagiert unser Nervensystem über und der Körper erzeugt das Stresshormon Cortisol. Schlussendlich leiden wir unter einem Ungleichgewicht von Anspannung und Entspannung.

Cortisol

➥ Cortisol

Cortisol ist eins der wichtigsten Stresshormone und hat die Hauptaufgabe uns mit ausreichender Energie aus den Energiespeichern unseres Körpers zu versorgen. Können wir keinen Gebrauch von der vorhandenen Energie machen, stehen wir ständig unter Anspannung.

Zu den genannten Reizen aus unserem Umfeld unterliegt Cortisol einem natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus. Zwischen 5:00 und 8:00 Uhr ist der Cortisol Spiegel am höchsten und fällt kontinuierlich ab und erreicht zwischen 24:00 und 4:00 Uhr in der Nacht seinen niedrigsten Pegel.

➥ Melatonin

Ein weiterer Grund warum wir eine Müdigkeit verspüren, sobald es dunkel wird, ist die Hormonproduktion von Melatonin. Besonders am Abend steigt der Melatonin Spiegel an und senkt unseren Cortisolspiegel. Durch diesen positiven Einfluss ist Melatonin ein guter Regulator, um den Cortisolspiegel zu senken. Beide Hormone regulieren zusammen unseren Tag-Nacht-Rhythmus. Der Melatonin Spiegel steigt  allmählich an und erreicht zwischen 24:00 und 4:00 Uhr in der Nacht seinen höchsten Pegel.

Melatonin
Entwicklungsstadien

➥ Symptome

Leiden wir unter regelmäßigem Stress, kann auf Dauer eine Störung des Tag-Nacht-Rhythmus entstehen und der Abbau von Cortisol findet kaum noch statt. Können wir unsere innere Anspannung nicht wieder ausgleichen, wird der Stress chronisch und dann ist es nur eine Frage der Zeit, wann die Nebennierenrinde ihren Dienst quittiert und aus Erschöpfung nicht mehr genügend Cortisol produzieren kann.

Daraus ergeben sich drei Entwicklungsstadien:

  1. Der Körper läuft ständig auf Hochtouren, aufgrund des erhöhten Cortisolspiegels
  2. Der Cortisolspiegel nimmt ab und verändert den Tagesrhythmus
  3. Andauernde Erschöpfung und ein niedriger Cortisolspiegel bestimmen das Leben.

Inwiefern ein erhöhter Cortisolspiegel vorhanden ist, lässt sich anhand der folgenden Symptome ermitteln:

  • schwaches Immunsystem
  • Bluthochdruck und Herzerkrankungen
  • Schlafstörungen, mit den Anzeichen von täglicher Müdigkeit und Ein- Durschlafproblemen
  • Angstzustände, Stimmungsschwankungen, Niedergeschlagenheit, Panikattacken Depressionen und innerliche Unruhe Zustände
  • Konzentrationsprobleme und ein Mangel an Gedächtnisleistung
  • ein niedriger Sexualhormonspiegel mit fallender Libido
  • steigender Blutzuckerspiegel durch Zuviel Blutzucker und ein Mangel an Bewegung
  • Neigung zu Übergewicht
  • Muskelabbau trotz Krafttraining baut sich der Muskel ab
  • Serotoninmangel
  • verstärkte Schmerzwahrnehmung
  • reizdarmähnliche Symptome oder Sodbrennen
  • geringe Knochendichte mit Anschließender Osteoporose.

➥ Entstehung

Ein menschlicher Körper besitzt etliche Nervenleitbahnen vom Gehirn zu allen Gliedmaßen und anderen Körperregionen. An jedem Ende einer Nervenleitbahn befinden sich Nervenrezeptoren, diese sind für die Aufnahme und Weiterleitung von Reizen notwendig. Damit das Signal in unserem Gehirn weitergeleitet werden kann, müssen dazu sogenannte Synapsen überwunden werden, dies findet mithilfe von Neurotransmittern oder auch Botenstoffen genannt statt.

Durch eine Reizüberflutung sind wir im normalen Zustand nicht mehr fähig alle ankommenden Reize zu verarbeiten und der Körper verfällt in einen Erschöpfungszustand. Als Schutz vor Leistungseinbruch, bleibt ihm nichts anderes übrig als Cortisol auszuschütten, um temporär die Leistungsfähigkeit in unserem Körper zu erhalten. Jedoch bewirkt Cortisol eine Hemmung von Neurotransmittern, sodass es bei einem vermehrten Aufkommen von Stress, zu einer Verringerung der Aufnahmefähigkeit von Neurotransmittern in den Synapsen führen kann und dadurch die oben genannten psychischen und/oder körperlichen Beeinträchtigungen entstehen.

Gedankenkontrolle

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